Alexander
Tutsek-
Stiftung

Die Alexander Tutsek-Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in München, die zeitgenössische Kunst und Wissenschaft fördert. Sie wurde im Dezember 2000 von dem Unternehmer Alexander Tutsek und Dr. Eva-Maria Fahrner-Tutsek ins Leben gerufen, um Verantwortung für die kulturellen Fundamente unserer Gesellschaft mitzutragen.

Ihre Vision ist eine lebendige Kunst- und Wissenschaftswelt, die den gesellschaftlichen Fortschritt vorantreibt und zu einem gelingenden menschlichen Zusammenleben beiträgt. Mit ihrem Engagement und ihren Förderprojekten konzentriert sie sich insbesondere auf vernachlässigte, übersehene oder auch besondere und spezielle Bereiche in Kunst und Wissenschaft und möchte diese nachhaltig stärken.

Tätigkeitsbereich
Kunst

AUSSTELLUNGEN & SAMMLUNG

In ihrer international orientierten Ausstellungs- und Sammlungstätigkeit konzentriert sich die Alexander Tutsek-Stiftung auf zeitgenössische Fotografie sowie zeitgenössische Skulpturen und Installationen mit dem Medium Glas. Sie zeigt regelmäßig Ausstellungen zu innovativen Themen und baut davon ausgehend ihren kontinuierlich wachsenden Sammlungsbestand auf. Ziel ist dabei, neue Blickwinkel auf wichtige Fragestellungen unserer Zeit zu eröffnen und einem möglichst breiten Publikum Zugang zu den beiden Medien Fotografie und Glas zu ermöglichen. Zu den Ankäufen der letzten Jahre gehören Arbeiten junger sowie international renommierter Künstler*innen wie Tony Cragg, Mona Hatoum, Kiki Smith, Robin Rhode, Nan Goldin, Rinko Kawauchi oder Robert Rauschenberg. Im Zuge des Aufbaus des Sammlungsschwerpunktes zur Fotografie in Asien gingen bedeutende Werke von chinesischen Künstler*innen in die Sammlung ein, darunter Ren Hang, RongRong oder Cao Fei.

FÖRDERUNG VON NACHWUCHS UND KÜNSTLER*INNEN

Ein zentrales Anliegen der Nachwuchsförderung im Förderbereich Kunst ist die Verbesserung der Ausbildungsmöglichkeiten für Künstler*innen, die in den Schwerpunkten der Stiftung arbeiten. Dazu werden neben studentischen Ausstellungsprojekten auch Produktionen aufwändiger Kunstwerke finanziert. Gemeinsam mit Hochschulen, Glasfachschulen und Akademien arbeitet die Stiftung zudem an der Weiterentwicklung von Ausbildungsangeboten und unterstützt die Anschaffung adäquater technischer Ausstattung. So erhält die Klasse Freie Kunst Glas des Instituts für Künstlerische Keramik und Glas (IKKG) der Hochschule Koblenz von der Stiftung über mehrere Jahre eine umfangreiche finanzielle Unterstützung wie auch die Jahresausstellung der Glasklasse der Akademie der bildenden Künste in München oder die Staatliche Glasfachschule Rheinbach. Ebenso wichtig ist für die Stiftung die Förderung einzelner Künstler*innen, die mit dem Material Glas oder im Bereich Fotografie arbeiten. Ihrer Weiterbildung und ihren Projekten widmet sich die Stiftung in verschiedenen Förderprojekten wie der Vergabe von Stipendien für die renommierte Pilchuck Glass School in den USA.

FÖRDERUNG VON KULTURINSTITUTIONEN

Mit langfristig angelegten Förderprogrammen, der Unterstützung ambitionierter Ausstellungsprojekte und der Finanzierung bedeutender Ankäufe werden spezielle Projekte an Museen und Ausstellungshäusern gefördert. Bereits seit 2016 ist die Stiftung u.a. Hauptförderin des Haus der Kunst in München und unterstützt dort zusätzlich zu ihrem laufenden Engagement innovative Fotografie-Ausstellungen wie Thomas Struth. Für die Sammlung Fotografie und Neue Medien der Pinakothek der Moderne finanzierte die Stiftung den Ankauf bedeutender Werke der Fotografie wie zuletzt die berühmte Serie The Brown Sisters von Nicholas Nixon und ermöglichte als alleinige Förderin die dreiteilige Ausstellungsreihe Fotografie heute – Künstlerische Fotografie im digitalen Zeitalter. Junge Kunstschaffende auf dem Gebiet der Fotografie erhielten dadurch ein einmaliges Forum in einem Museum. In diesem Zeichen steht auch die 2020 begonnene Förderung des C/O Berlin Talent Award, einem Förderpreis für junge Fotografie-Talente, der neben dem Preisgeld eine Ausstellung beinhaltet.

 

Tätigkeitsbereich
Wissenschaft

FÖRDERUNG VON FORSCHUNG UND LEHRE

Im Bereich der Wissenschaft fördert die Alexander Tutsek-Stiftung vor allem die Forschung und Lehre in den Ingenieurwissenschaften. Diese nutzen das in den Naturwissenschaften gewonnene Wissen für unser tägliches Leben und tragen einen wichtigen – häufig übersehenen – Teil zum technischen Fortschritt der Gesellschaft bei. Der Schwerpunkt der Fördermaßnahmen liegt auf der Grundlagen- und angewandten Forschung in den Fachgebieten Glas, Keramik, Steine und Erden. Diese Fächer, die wichtige Erkenntnisse für andere Teilgebiete der Ingenieurwissenschaften liefern, werden in der allgemeinen Förderung immer mehr zu Gunsten „moderner“ Fachgebiete vernachlässigt. Damit sie kein Randgebiet an den Technischen Universitäten werden und um sie für Studenten attraktiver zu machen, werden Universitäten und innovative Forschungsprojekte finanziell unterstützt. So vergibt die Alexander Tutsek-Stiftung seit vielen Jahren zur Förderung größerer Forschungsprojekte Promotionsstipendien u. a. an der Technischen Universität Dortmund, der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und der Universität Koblenz-Landau. Sie unterstützt die Anschaffung von hochwertigen Geräten und finanziert sonstige für die Lehre notwendige Ausstattungen.

FÖRDERUNG DES NACHWUCHSES

Die Förderung eines breiten Nachwuchses von Fachkräften und Ingenieur*innen ist für die Alexander Tutsek-Stiftung eine fortlaufende Aufgabe. Dabei geht es vor allem um die Verbesserung der Ausbildungsmöglichkeiten und die Möglichkeit, jungen Menschen durch finanzielle Unterstützung eine starke und nachhaltige Fokussierung auf ihre Ausbildung zu ermöglichen. Stiftungsgelder für die Ausbildung in speziellen Berufsfeldern erhalten nicht nur Studierende an Universitäten, sondern auch Fachhochschüler*innen und Fachschüler*innen. In diesem Rahmen vergibt die Stiftung in großem Umfang Stipendien sowie Preisgelder für herausragende Leistungen und soziales Engagement. An der Technischen Universität München vergibt sie seit 2019 jährlich 30 Deutschlandstipendien an Studierende in naturwissenschaftlichen Fächern.

Die Stiftung in Münchens Parkstadt-Schwabing

Mit ihrem Ausstellungsprogramm, begleitenden Vorträgen und Veranstaltungen steht die Alexander Tutsek-Stiftung einem breiten Publikum offen und versteht sich als Plattform für interdisziplinären Austausch. Die BlackBox und der BlackBox FirstFloor in der Parkstadt Schwabing bieten dafür mit ihren großzügig angelegten, modernen Ausstellungsräumen einen hervorragenden Rahmen.

Team

Dr. Eva-Maria Fahrner-Tutsek
Vorstandsvorsitzende, Geschäftsführerin

Maleachi Bühringer
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender

Dr. Ulrich Wacker
Mitglied des Vorstands

Dr. Jörg Garbrecht
Direktor

Ayşegül Cihangir

Julia Hürner

Barbara Kunze

Dr. Sally Oey (in Elternzeit)

Katharina Wenkler

Dr. Petra Giloy-Hirtz
Künstlerische Beratung

25 Fakten zur
Alexander Tutsek-Stiftung

Dieser Countdown läuft 25 Tage bis zum 18. Dezember, dem Gründungstag der Alexander Tutsek-Stiftung. 25 Tage bis zum diesjährigen Jubiläum, 25 Jahre Alexander Tutsek-Stiftung!

Bis dahin präsentiert der Countdown täglich einen von insgesamt 25 Fakten rund um die Alexander Tutsek-Stiftung, die Ihnen so vielleicht noch nicht bekannt waren. Viel Freude beim Entdecken!

1

Das Herz der Alexander Tutsek-Stiftung schlägt für Glas! Gibt es dazu ein Kunstwerk?

1

Die Arbeit Calm of Water V der japanischen Künstlerin Masayo Odahashi (*1975) aus dem Jahr 2004 zeigt eine sitzende Frau, die mit einer sanften Geste ihre Hände zu einer Schale formt und dabei ihre Augen geschlossen hält. Mit dieser Arbeit hat Odahashi einen meisterhaften Dialog zwischen Sinneswahrnehmung und der Materialität von Glas geschaffen. Aktuell ist Calm of Water V in der Jubiläumsausstellung Future Horizons zu sehen. Diese Arbeit versinnbildlicht mit großer Innigkeit und einer geradezu zärtlichen Aura wohl am besten, dass das Herz der Alexander Tutsek-Stiftung fortwährend für das Material Glas in der zeitgenössischen Kunst schlägt.

2

Wieviel wiegt das schwerste Kunstwerk in der Sammlung der Alexander Tutsek-Stiftung?

2

Fast eine halbe Tonne oder 404 Kilogramm wiegt das schwerste Kunstwerk in der Sammlung der Alexander Tutsek-Stiftung und trägt den Titel Alar, was „Flügel“ bedeutet. Sie besteht aus einer Vielzahl grau schattierter Glasbausteine, die zu einer aufstrebenden Helix arrangiert wurden. Dieses Schwergewicht stammt von der iranischen Künstlerin Shirazeh Houshiary und hat es auf das Cover der Jubiläumspublikation About Glass geschafft. Die Arbeit ist zurzeit in der Ausstellung Future Horizons zu sehen.

3

WelcheR Künstler*in ist mit den meisten Werken in der Sammlung der Alexander Tutsek-Stiftung vertreten?

3

Das größte Werkkonvolut in der Sammlung der Alexander Tutsek-Stiftung mit 386 Arbeiten stammt von Ann Wolff. Die Künstlerin wurde 1937 in Lübeck geboren und emigrierte in den 1960er Jahren nach Schweden. Das umfassende Œuvre von Ann Wolff umfasst Skulpturen aus Glas, Beton, Holz, Aluminium und Stein sowie Zeichnungen und Fotografien. Ein wiederkehrendes Thema in ihrem Werk ist das Selbst. In der Sammlung befinden sich hauptsächlich Skulpturen mit dem Medium Glas und Zeichnungen. Die Alexander Tutsek-Stiftung widmete dem Werk der Künstlerin zudem bereits zwei Ausstellungen und zwei Kataloge.

4

Wie viele Ausstellungen hat die Alexander Tutsek-Stiftung bis heute gezeigt?

4

Seit dem Jahr 2004 hat die Alexander Tutsek-Stiftung insgesamt 21 Ausstellungen präsentiert, die seismografisch aktuelle gesellschaftliche Fragen und Themen aufgreift. Bis zum Jahr 2023 waren die Ausstellungen in den Räumlichkeiten der historischen Jugendstilvilla in München Schwabing zu sehen. Seit 2021 werden diese im Neubau in der Georg-Muche-Straße 4 gezeigt: Hier befinden sich die beiden Ausstellungsräume BlackBox und BlackBox FirstFloor sowie das Alexander Tutsek-Stiftung Office.

5

Wie viele Wissenschaftsinstitutionen wurden seit Beginn der Stiftungstätigkeit gefördert?

5

Im Bereich Wissenschaft hat die Alexander Tutsek-Stiftung insgesamt 15 Universitäten und Hochschulen gefördert, darunter renommierte Institutionen wie die Technische Universität München, die ETH Zürich oder das Karlsruher Institut für Technologie.

6

Wie viele Künstler*innen wurden in den letzten 25 Jahren gefördert?

6

Seit Beginn des Bestehens der Alexander Tutsek-Stiftung wurden insgesamt 323 Künstler*innen mit einer Förderung bedacht. Die geförderten Künstler*innen arbeiten hauptsächlich mit Installationen und Objekten mit dem Material Glas oder mit dem Medium der Fotografie. Die Förderprogramme reichen von Unterstützungen von Absolvent*innen von Glasfachschulen (Förderprogramm: Künstlerin und Kind) über arrivierte Glaskünstler*innen (Projektförderung Colin Reid mit Robotics & Glass) bis zum internationalen Alexander Tutsek Photography Grant für herausragende Talente in der zeitgenössischen Fotografie.

7

Wie viele Stipendien wurden von der Alexander Tutsek-Stiftung bisher im Bereich Wissenschaft vergeben?

Vergabe Deutschlandstipendien an der HAWK Foto: HAWK, Martin Ly
7

Insgesamt hat die Alexander Tutsek-Stiftung bis einschließlich März 2025 ganze 470 Stipendien an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben. Davon insgesamt 305 im Rahmen der Deutschlandstipendien und ein großer Teil davon ging wiederum an Studierende der Technischen Universität München.

8

Welches ist das älteste Werk in der Sammlung der Alexander Tutsek-Stiftung?

8

Das älteste Werk in der Sammlung der Alexander Tutsek-Stiftung wurde 1960 geschaffen. Es stammt somit aus den Gründungstagen der Studioglasbewegung. Erwin Eisch formte eine auf den Kopf gestellte Vase aus Klarglas mit blauen Elementen. Eisch hatte damals gerade damit begonnen mit dem Material Glas zu experimentieren. Seine Experimente zogen sogar die Aufmerksamkeit von Harvey Littleton in den USA auf sich, dem Mitbegründer der Studioglasbewegung in Amerika.

9

Wie weit ist das erste Werk der Alexander Tutsek-Stiftung gereist?

9

Das erste Werk, das die Alexander Tutsek-Stiftung angekauft hat, stammt von der australischen Künstlerin Jessica Loughlin (*1975). Between Spaces 5 entstand 1999, wurde unmittelbar danach angekauft und legte so die weite Strecke von Australien nach München zurück. Loughlin spielt auf die offenen Landschaften und Salzseen im Süden Australiens an, die immer wieder durch Starkregen überflutet werden.

Loughlin ist eine Meisterin darin mit den  lichtdurchlässigen und opaken Eigenschaften von Glas und Licht zu spielen. Ihre Arbeiten reagieren auf einzigartige Weise auf das einfallende Umgebungslicht.

10

Revolution in Augsburg: Was hat die Alexander Tutsek-Stiftung mit "Keramik-Recycling-Revolution" zu tun?

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Das Projekt „ECO-CMC“ zielt darauf ab, ganz normales Erdöl bei der Herstellung von superstabilen Hightech-Keramikmaterialien zu ersetzen – und zwar mit recycelten Carbonfasern und intelligent aufbereitetem Silizium. Wenn das funktioniert, könnten zukünftige Elektroautos mit Bremsen ausgestattet sein, die nicht nur leichter und leistungsstärker sind, sondern auch einen großen Beitrag zur Ressourcenschonung leisten. Stellen Sie sich vor, aus alten Carbonteilen werden die Bremsen der Zukunft – das ist ziemlich innovativ. Die Alexander Tutsek-Stiftung fördert dieses Forschungsprojekt seit 2023.

11

Warum ein Besteckset nicht in die Teeküchen-Schublade der Alexander Tutsek- Stiftung passt?

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Die Arbeit des kubanischen Künstlers Carlos Garaicoa Fragile Garden (2019) besteht aus 24 überdimensionierten Bestecken aus Murano Glas und Metall-Glaspfeifen, die auf einem über 6 Meter langen geschwungenen Glastisch liegen. An den Enden des Bestecks befinden sich organische und kristalline Formen, die auch kulinarische Assoziationen wecken können, wie Gemüse, Meeresgetier und das Terroir von Weinen.

12

Was haben Tiere in der Sammlung der Alexander Tutsek-Stiftung verloren?

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Unter den 1.134 Werken der Sammlung sind auch Tiere ein immer wiederkehrendes Motiv. Eines dieser Werke ist die Arbeit Gedanke und Erinnerung von Hermann Ritterswürden aus dem Jahr 2000. Zu sehen sind zwei dynamisch ineinander verschlungene Raben – einer mit ausgebreiteten Schwingen, der andere mit offenem Schnabel – unter den beiden Vögeln schaukeln drei vergleichsweise kleine Wikingerschiffe in einem angedeuteten Meer. In der nordischen Mythologie sind die beiden Raben Hugin und Munin (Gedanke und Erinnerung) die Begleiter Odins, der auch „Rabengott“ genannt wird. Die Arbeit besteht aus lampengeblasenem Glas und Metallfäden.

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Was macht die Alexander Tutsek-Stiftung in Zürich?

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Für einen neuen Bachelor- und Masterstudiengang „Materialwissenschaften“ an der ETH Zürich förderte die Alexander Tutsek-Stiftung die Ausstattung eines „Powder Processing Lab“. In diesem Labor können die Studierenden erste wertvolle „Hands-on“-Erfahrungen mit modernsten Analyseinstrumenten sammeln und in experimentalen, praxisnahen Workshops u.a. die Herstellung keramischer Werkstücke wie Zahnbrücken oder keramischer Köpfe für Hüftgelenke erlernen.

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Wie viele Publikationen hat die Alexander Tutsek-Stiftung bisher veröffentlicht?

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Seit Beginn der Stiftungstätigkeit im Jahr 2000 wurden insgesamt 13 Kataloge in Zusammenarbeit mit renommierten Verlagen und in Eigenregie veröffentlicht – und sogar ein Telefonbuch. Die Publikation About Us wurde mit dem Deutschen Fotobuchpreis in Silber ausgezeichnet.

Die aktuelle Publikation About Glass, erschien anlässlich des Jubiläums 25 Jahre Alexander Tutsek-Stiftung ebenfalls bei HIRMER.

15

Wann hat die Alexander Tutsek-Stiftung zum ersten Mal ein Werk eines/einer chinesischen Künstler*in angekauft?

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2008 hat die Alexander Tutsek-Stiftung für die Ausstellung Glass.China erstmals zahlreiche Werke chinesischer Künstler*innen angekauft. Darunter Werke von Guan Donghai, Wang Sunny, Sun Yi, Wang Qin oder Lee Ringo. Die erste Arbeit stammte von Sun Yi und entstand 2005. Glas wird in China seit dem Jahr 2000 als Medium in der zeitgenössischen Kunst verwendet. Eine sehr kurze Zeit im Vergleich zu den USA, Europa, Australien und Japan, wo Studioglas seit den 1960er Jahren immer mehr Verbreitung fand. Einige dieser Werke sind in der aktuellen Ausstellung Future Horizons zu sehen.

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Was hat das Oktoberfest mit der Alexander Tutsek-Stiftung zu tun?

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Eine Verbindung findet sich im schimmernden Bierkrug (Ironische Verfremdungen) von dem deutschen Studioglas-Künstler Erwin Eisch (1927-2022) aus dem Jahr 1972.

Von der Stiftung braucht man mit dem E-Scooter nur 30 Minuten zum Oktoberfest. Während das Oktoberfest jährlich stattfindet, wurde der Bierkrug von Eisch bisher erst einmal in der Ausstellung Wo bist du? Skulpturen von Erwin Eisch  in der Alexander Tutsek-Stiftung gezeigt. Der Bierkrug aus formgeblasenem und freigeformtem Glas entspricht ungefähr den Maßen eines realen Bierkruges auf dem Münchner Oktoberfest.

17

Aus welchen Materialien besteht die Fassade des Gebäudes, in dem die Alexander Tutsek-Stiftung ihren Sitz hat?

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Die Fassade besteht aus dunkel eingefärbtem Beton mit eingemischten schwarzen Quarzsteinen. So schimmert die Fassade im Sonnenlicht. Das von raumstation Architekten geplante Gebäude nimmt mit dem markant-klaren Baustil Bezug auf die Industriearchitektur des frühen 20. Jahrhunderts und setzt sich in Fassade uns Stil deutlich von der umliegenden Bebauung ab.

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Wo können weitere Kunstwerke der Sammlung der Alexander Tutsek-Stiftung bewundert werden?

18

Ungefähr 70 Kunstwerke aus der Sammlung der Alexander Tutsek-Stiftung werden in jeder der wechselnden Ausstellungen in der BlackBox und im BlackBox FirstFloor im Norden Münchens präsentiert. Die anderen 95 % der Sammlung befinden sich in einem externen Kunstdepot. Dort lagern die Objekte und Installationen mit Glas und die zeitgenössischen Fotografien unter optimalen klimatischen Bedingungen lagern.

19

Wo kann man die Kunstwerke der Alexander Tutsek-Stiftung entdecken?

19

Ungefähr 70 Kunstwerke aus der Sammlung der Alexander Tutsek-Stiftung werden in jeder der wechselnden Ausstellungen in der BlackBox und im BlackBox FirstFloor im Norden Münchens präsentiert. Die anderen 95 % der Sammlung befinden sich in einem externen Kunstdepot. Dort lagern die Objekte und Installationen mit Glas und die zeitgenössischen Fotografien unter optimalen klimatischen Bedingungen lagern.

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Was macht ein Daumen in der Sammlung der Alexander Tutsek-Stiftung?

20

Das 70 Zentimeter hohe Objekt aus Glas mit dem Titel Daumen hat der deutsche Studioglas-Künstler Erwin Eisch 1977 als künstlerische Geste geschaffen. Das Werk war 2024 in der Ausstellung The World in My Hand zu sehen, die sich mit den Spuren des Smartphones in der zeitgenössischen Kunst beschäftigte. In diesem Kontext stand es für die heutige pausenlose Smartphone-Bedienung mit dem Daumen. Im dazugehörigen Katalog geht der Mediziner und Philosoph Dr. Manfred Spitzer dem Phänomen des „Handy-Daumens“ nach.

21

Warum ist der Mineralogische Lehrkoffer für Schulen so wichtig?

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Seit über 10 Jahren fördert die Alexander Tutsek-Stiftung Mineralogische Lehrkoffer für den Schulunterricht. Damit werden naturwissenschaftliche Konzepte und Phänomene sichtbar und erlebbar gemacht: Was ist der Unterschied zwischen Glas, Kristall, Mineral und Gestein? Wie sehen die Minerale aus, aus denen Kaffeetassen, Handyladekabel oder Halbleiter-Chips hergestellt werden? Wie funktioniert Doppelbrechung und warum ist der Mars rot? Auf all diese Fragen und mehr liefert der Mineralogische Lehrkoffer Antworten.

22

Unsere Kunst fühlt sich zwischen 15 und 1.500 Grad am wohlsten. Wie kommt das?

22

Die optimale Temperatur für die Lagerung von Fotografien liegt bei 15-20 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit zwischen 30 und 40%. Das Glas für unsere Kunstwerke wird bei einer Temperaturspanne von 1.500-1.600 Grad Celsius geschmolzen.

23

An welchem Tag befanden sich bislang die meisten Smartphones in den Ausstellungräumlichkeiten der Alexander Tutsek-Stiftung?

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Am 19. Oktober 2024 befanden sich zeitgleich 670 Smartphones in der BlackBox. Neben den zahlreichen Exponaten der Ausstellung The World in My Hand waren um 19 Uhr 125 Besucher*innen der Langen Nacht der Münchner Museen im Ausstellungsraum. The World in My Hand beschäftigte sich mit den Spuren des Smartphones in der zeitgenössischen Kunst mit Glas, dem Gerät, das seit 2007 weltweit unsere Kommunikation und Mediennutzung revolutioniert.

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Wie viele LEDs sorgen in den beiden Ausstellungsräumen der Alexander Tutsek-Stiftung für die perfekte Inszenierung von Kunstwerken?

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Ganze 2.455 LEDS rücken nicht nur die Ausstellungsräume, sondern auch die darin präsentierten Kunstwerke in das richtige Licht. Verantwortlich für dieses außergewöhnliche Lichtkonzept ist das Lichtplanungsbüro Ingenieure Bamberger, die etwa für die beeindruckende Beleuchtung des Schloss Neuschwanstein verantwortlich sind. Die 2.455 einzelnen LEDs haben der Alexander Tutsek-Stiftung den Deutschen Lichtdesign-Preis 2023 in der Kategorie „Museum“ eingebracht. Dieser Preis wird jährlich vergeben und zeichnet herausragende Leistungen in der Gestaltung von Licht und Architektur aus.

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Wie viele Kunstwerke (und einzelne Objekte) befinden sich in der Sammlung der Alexander Tutsek-Stiftung?

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In der Datenbank der Alexander Tutsek-Stiftung sind insgesamt 1.134 Kunstwerke unterschiedlicher Künstler*innen erfasst, die seit Beginn der Sammlungstätigkeit der Stiftung angekauft wurden. Wenn man hier jedoch die einzelnen Teile zählt – ein Kunstwerk kann etwa aus mehreren Fotografien oder Einzelobjekten bestehen – dann befinden sich sogar rund 1.566 erfasste Objekte in der Sammlung. So wie im Werk Everyone Has Somebody But Me der Künstlerin Silvia Levenson, das vom 7. Februar bis zum 17. Juli 2025 in der Ausstellung Love, Maybe zu sehen war und aus insgesamt fünf kleinen Glasobjekten in Form von Parfümflaschen besteht.

Bildnachweise

Teamfoto © Alexander Tutsek-Stiftung, Foto: Felix Nürmberger

Fakt 25: Ausstellungsansicht Love, Maybe - Intimität und Begehren in der zeitgenössischen Kunst, Alexander Tutsek-Stiftung, München, BlackBox FirstFloor mit Arbeiten von Silvia Levenson, Christina Bothwell und Dayanita Singh
© VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Alexander Tutsek-Stiftung, Foto: Felix Nürmberger

Fakt 24: Ausstellungsansicht Future Horizons. Glas in der zeitgenössischen Kunst, Alexander Tutsek-Stiftung, München, BlackBox, mit Arbeiten von Shirazeh Houshiary, Josepha Gasch-Muche, Yoshiaki Kojiro, Pae White und Monica Bonvicini
© VG Bild-Kunst, Bonn 2025 , Foto: Felix Nürmberger

Fakt 23: Ausstellungsansicht The World in My Hand, Alexander Tutsek-Stiftung, München, BlackBox, mit Arbeit von Tornika Abuladze
© Alexander Tutsek-Stiftung, Foto: Felix Nürmberger

Fakt 22: © Pilchuck Glass School

Fakt 21: © Alexander Tutsek-Stiftung

Fakt 20: Ausstellungsansicht The World in My Hand, Alexander Tutsek-Stiftung, München, BlackBox, mit Arbeit von Erwin Eisch
© Alexander Tutsek-Stiftung, Foto: Felix Nürmberger

Fakt 19: Ausstellungsansicht INDUSTRIAL RHAPSODY. Zeitgenössische Fotografie & Skulptur mit Glas, Alexander Tutsek-Stiftung, München, BlackBox
© Alexander Tutsek-Stiftung, Foto: Marion Vogel

Fakt 18: Ausstellungsansicht Future Horizons. Glas in der zeitgenössischen Kunst, Alexander Tutsek-Stiftung, München, BlackBox, mit Arbeit von Tony Cragg
© VG Bild-Kunst, Bonn 2025 , Foto: Felix Nürmberger

Fakt 17: © Alexander Tutsek-Stiftung, Foto: Christoph Fries

Fakt 16: Erwin Eisch, Ironische Verfremdungen: Bierkrug, 1972
© Erwin Eisch, courtesy Alexander Tutsek-Stiftung

Fakt 15: Guan Donghai, Regime, 2006
© Guan Donghai, Foto: Hans-Joachim Becker, courtesy Alexander Tutsek-Stiftung

Fakt 14: Ansicht Buchcover, Shirazeh Houshiary, Alar, 2016-2017
© Shirazeh Houshiary / VG Bild-Kunst, Bonn 2025

Fakt 13: ETH Zürich, Foto: Gian Marco Castelberg/Alessandro Della Bella

Fakt 12: Hermann Ritterswürden, Gedanke und Erinnerung, 2000
© Hermann Ritterswürden, Courtesy Alexander Tutsek-Stiftung

Fakt 11: Ausstellungsansicht Wide Open. Ins Offene - Zeitgenössische Fotografie & Skulptur aus Glas, Alexander Tutsek-Stiftung, München, BlackBox
© Alexander Tutsek-Stiftung / VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Marion Vogel

Fakt 10: Labor © Daniel Fürst | hoch3media

Fakt 9: Jessica Loughlin, Between Spaces 5, 1999
© Jessica Loughlin, Foto: Hans-Joachim Becker, courtesy Alexander Tutsek-Stiftung

Fakt 8: Erwin Eisch, Objekt Klarglas mit blau, 1960
© Erwin Eisch, Foto: Hans-Joachim Becker, courtesy Alexander Tutsek-Stiftung

Fakt 7: Vergabe Deutschlandstipendien an der HAWK Göttingen, © HAWK, Foto: Martin Ly, 2024

Fakt 6: Ausstellungsansicht Future Horizons. Glas in der zeitgenössischen Kunst, Alexander Tutsek-Stiftung, München, BlackBox FirstFloor
© VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Felix Nürmberger

Fakt 5: Vergabe Deutschlandstipendien an der TU München, © Alexander Tutsek-Stiftung

Fakt 4: Ausstellungsplakat Wo bist du? Skulpturen von Erwin Eisch (15. Oktober 2013 – 10. April 2014)
© Alexander Tutsek-Stiftung

Fakt 3: Ausstellungsansicht Future Horizons. Glas in der zeitgenössischen Kunst, Alexander Tutsek-Stiftung, München, BlackBox FirstFloor mit Andante von Ann Wolff
© VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Felix Nürmberger

Fakt 2: Ausstellungsansicht Future Horizons. Glas in der zeitgenössischen Kunst, Alexander Tutsek-Stiftung, München, BlackBox mit Alar von Shirazeh Houshiary
© VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Felix Nürmberger

Fakt 1: Masayo Odahashi, Calm of Water V, 2005 (Detail)
© Masayo Odahashi, Foto: Hans-Joachim Becker, courtesy Alexander Tutsek-Stiftung