Bild 1: Ren Hang, Untitled 09, 2015
© Ren Hang, courtesy Estate of Ren Hang and Blindspot Gallery
Bild 2: Ren Hang, Untitled 10, 2011
© Ren Hang, courtesy Estate of Ren Hang and Blindspot Gallery
Bild 3: Ren Hang, Untitled 54, 2012
© Ren Hang, courtesy Estate of Ren Hang and Blindspot Gallery
Ren Hang
Bedeutender Neuankauf für die Sammlung im Bereich zeitgenössischer Fotografie
Die Alexander Tutsek-Stiftung hat kürzlich über 60 Werke des chinesischen Künstlers Ren Hang erworben und verfügt mit nunmehr über 70 Werken über einen der bedeutendsten Bestände dieses Ausnahmefotografen.
Im Alter von nur 29 Jahren nahm sich Ren Hang im Februar 2017 das Leben. Zu diesem Zeitpunkt wurde er als einer der außergewöhnlichsten jungen Fotografen Chinas bereits mit Einzelausstellungen auf der ganzen Welt gefeiert: in New York, Los Angeles, Tokio, Amsterdam und Leipzig.
Ren Hang verließ früh seine Heimatstadt im Norden Chinas, um in Peking Werbung zu studieren. Bereits damals fotografierte er seine Freunde mit einer kleinen Minolta-Kamera – und fand seine Berufung in der Fotografie.
Wie ein Filmregisseur komponiert Ren Hang einzelne, meist nackte Körper, die er nebeneinander oder übereinander arrangiert, in ungewöhnlichen Posen, in verrückten oder skulpturalen Konfigurationen, manchmal unter freiem Himmel. Er schmückt sie mit Blumen, Federn und Tieren. Was spielerisch erscheinen mag, unterliegt einer strengen Choreografie der Komposition und der Farben. Ren Hangs Fotografien sind meist ohne Titel oder Datierung. Sie sind surreal, schillernd und leicht überbelichtet, was die Schönheit von Körpern, ihre Sexualität und die Stimmungen des Begehrens noch dramatischer macht. Anklänge an Nan Goldin, Jürgen Teller und Araki Nobuyoshi durchziehen das Werk von Ren Hang.